Beeindruckende Faktenüber das neue cargo-partner iLogistics Center

Eintausend Hippos, anderthalb olympische Becken und neun Burj Khalifas

cargo-partner investiert stark in die Erweiterung seiner weltweiten Logistik-Kapazitäten und hat im Juni sein neues Lagergebäude in Holzbauweise eröffnet. Die Entscheidung zu einem energieeffizienten Bau mit reduziertem ökologischem Fußabdruck wurde bewusst gewählt. Zudem wurden mit der Bauweise auch in der Logistikbranche neue Wege begangen. Wir haben ein paar kuriose Zahlen und erstaunliche Fakten recherchiert…

Holz ist seit tausenden Jahren Baustoff. In diesen Dimensionen ist es aber gänzlich neu.

„Size does matter!“

Aufgrund des stetigen Wachstums von cargo-partner und der ausgezeichneten Auftragslage am Standort Fischamend wurde die Erweiterung der Lagerflächen erforderlich, um Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Gemäß dem selbstauferlegten Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit entschied sich cargo-partner für eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Bauweise auf Holzbasis.

Bedingt durch die Komplexität und Höhe des Regallagers sowie die extremen Präzisionsanforderungen an die Bautoleranzen aufgrund der gewählten Materialien beschreitet dieses Projekt eine neue Dimension im Holzbau. Zeitgleich wird dieses Bauprojekt Modellcharakter für weitere iLogistics Center von cargo-partner haben. Da cargo-partner in den Ausbau seiner Kontraktlogistik investiert, sollen wichtige daraus gewonnene Erfahrungen künftig in die Gestaltung und Ausstattung anderer Warehouses einfließen. Die Zahlen und Maße des neuen Lagergebäudes sind durchaus beeindruckend – wir haben sie uns einmal aus einem etwas „alternativen“ Blickwinkel angesehen…

  • 109,5 x 104 x 20 Meter lauten die „nackten“ Dimensionen des Baus.
    • Das ergibt ein Volumen von 227.760 m³, welches ziemlich genau 6.881 TEU-Container unterbringen könnte…
    • Das wären ziemlich viele Container auf einer Fläche von 10.615 m², ergo 1,5 Fußballfeldern.
  • 23 Meter lang ist ein Träger und gilt somit als längstes Holzelement der Konstruktion.
  • 16,3 Meter Höhe haben die größten Säulen in einer Dimension von 1,5 x 1,5 m.
  • Insgesamt 12 Stützen sichern ein stabiles Dach für die Lagerinhalte darunter. Das Dach ist übrigens so konstruiert, dass bei Bedarf im Nachhinein rasch und unkompliziert eine Photovoltaikanlage installiert werden kann.
  • 23 m x 17 m beträgt das größte Achsraster. Die Achsen bilden das Primärtragwerk des iLogistics Centers. Dieses Maß gilt bei Holzbauwerken aufgrund der technischen Herausforderungen übrigens als „sehr sportlich“. Lustiger Zufall: Der aktuelle Weltrekord im Dreisprung liegt derzeit bei unglaublichen 17 Metern, der im Kugelstoßen gar bei 23 Metern. Wir schwören, dass das ein Zufall ist!
  • 7.600 Laufmeter – so viel würden alle Holzelemente im Inneren des iLogistics Center aneinandergereiht ergeben. Nur zur Veranschaulichung: Das wären gut und gerne 9 Burj Khalifas. Nicht von ungefähr mit einer Höhe von 828 Metern das höchste Gebäude der Erde

Dass alle Lärchenholzlatten an der Außenverkleidung insgesamt 117 km ergeben, lassen wir im Hinblick auf Wolkenkratzer nun aber besser unerwähnt. Zum Glück müssen wir uns bei dieser hypothetischen Rechnung keine Gedanken über das Fundament machen. Eine Verbindung von Wien nach Bratislava und zurück könnte man hier aber ohne weiteres unterbringen.

  • 19.000 m² hölzerne Dach- und Wandelemente wurden verbaut, wobei 10.000 m² davon Dachelemente und 9.000 m² Wandelemente sind. An den frei bewitterten Außenseiten wurden insgesamt 7.322 m² Lärche verbaut. Die Lärchenleisten an der Außenseite des Gebäudes sind nicht nur dekorativ, sondern auch sehr robust und witterungsbeständig.
  • 10 Wochen hat die Montagezeit für die Gebäudehülle betragen. 70 Tage für ein Gebäude mit diesen Ausmaßen – wir sind noch immer begeistert…
  • 365 Tage vergingen zwischen dem Spatenstich im Juni 2017 und der Fertigstellung des Lagers, welches 35 Personen einen Arbeitsplatz bietet. Die Grundstücks-, Bau- und Planungskosten beliefen sich auf 17 Millionen Euro.
  • 24.500 Palettenstellplätze bietet das cargo-partner iLogistics Center zur Lagerung an.
  • Alle Paletten aufeinandergestapelt würden einen Turm von 3.528 m Höhe ergeben. Das wäre eine Höhe, die knapp unterhalb des japanischen Mount Fuji läge.
  • Nebeneinandergelegt würden alle Paletten eine Fläche von 23.520 m² ergeben, was etwas mehr als 3 Fußballplätzen entspricht.

Holz als Baustoff für ein Logistikzentrum? Eine innovative Entscheidung im Sinne der Umwelt.

Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz: Um dem Stoffkreislauf möglichst lange möglichst viel CO₂ zu entziehen, ist es sinnvoll, möglichst viel Holz in möglichst langlebige Produkte zu verpacken. Holz ersetzt herkömmliche Baustoffe wie Ziegel oder Beton, deren Herstellung CO₂-intensiv ist, und vermeidet die dabei entstehenden Emissionen. Zudem sind Holzbauten auch gewaltige, aus dem Wald verlagerte Kohlenstoffspeicher. Die umweltfreundliche Seite des innovativen Bauprojekts hat mittlerweile zu einer erfreulichen Auszeichnung geführt. Das iLogistics Center wurde mit dem HERMES Verkehrs.Logistik.Preis in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ gekürt.

  • Die 4.200 m³ Holz, welche in der Konstruktion verbaut wurden, entsprechen 4.200 Tonnen an gebundenem CO₂. Zur besseren Veranschaulichung haben wir das in Relation gesetzt:
    • 1,5 olympische Schwimmbecken ließen sich ohne weiteres mit der verbauten Holzmenge ausfüllen, während die ersparte Menge CO₂ dem Äquivalent von…
    • 1.000 Hippos entspricht.

Da wir aber ein internationaler Info-Logistiker und kein Safaripark sind, kann man sich die 4.200 Tonnen auch so vorstellen:

  • 3,5 Mal die berühmte „Cristo Redentor“-Statue in Rio de Janeiro,
  • 2 Mal der größte Baum der Erde: „General Sherman“, ein Riesenmammutbaum aus Kalifornien. Zum Glück steht dieser unter strengem Schutz und gilt nicht als Bauholz...

Doch was bedeuten diese Zahlen im Konkreten und wie kann man die Menge von 4.200 Tonnen an gebundenem CO₂ einschätzen? Wir haben errechnet, welcher Emissionsersparnis diese Menge entspricht:

  • 4.200 Tonnen an gebundenem CO₂ kommen dem jährlichen Stromverbrauch von 620 Haushalten gleich,
    oder dem durchschnittlichen CO₂-Ausstoß von 887 Personen, die je ein Jahr mit dem Auto fahren.

Aber das ist nicht der einzige beeindruckende Vorteil. Ein zusätzlicher positiver Effekt für die Umwelt ergibt sich, wenn das Gebäude am Ende seiner geplanten Lebenszeit von 70-100 Jahren rückgebaut werden muss.

Das Baumaterial Holz muss nicht aufwändig entsorgt werden, sondern kann zuletzt als umweltverträglicher Energieträger zum Einsatz kommen. Durch diese Bestrebungen amortisieren sich die Baukosten aufgrund der Energieersparnis bereits nach 7 Jahren. Wir finden, dieser Wert ist einfach nur außergewöhnlich und beweist einmal mehr, dass aktiv angewandter Umweltschutz nicht eine Frage hoher Ausgaben, sondern der Bereitschaft zur Umsetzung ist.

Neben 4.080 m³ Fichtenholz kommen 120 m³ Lärchenholz zum Einsatz. Die verwendeten Hölzer stammen alle aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Österreich und Bayern und sind PEFC- und FSC-zertifiziert. Der Bau auf Holzbasis ermöglicht eine energie- und kostenschonende Temperaturführung zwischen 15°C und 25°C, eine konstante Luftfeuchtigkeit von bis zu 70%, niedrige Betriebskosten sowie erhebliche Emissionsersparnisse, da für den Bau nur Materialien ausgewählt wurden, die CO₂-arm hergestellt sind. Neben modernster, energieeffizienter Beleuchtungstechnik sparen auch 20 wärmebrückenoptimierte Laderampen Energie. Die Schleusentore öffnen sich erst, wenn die Lastwagen luftdicht angedockt sind. Unter anderem auch deshalb gilt dadurch das Lagergebäude als staubarm.

iLogistic Center Fischamend Bildergalerie

Weiterer Ausbau der cargo-partner Logistikkapazitäten

cargo-partner legt zuletzt Fokus auf eine strategische Erweiterung der eigenen Logistikkapazitäten. Neben dem Neubau an seinem Hauptstandort nahe des Wiener Flughafens investierte cargo-partner in ein neues iLogistics Center in Sofia (16.500 m²), die Erweiterung des Logistikzentrums in Dunajska Streda, Slowakei (von 7,200 m² auf 14,200 m² im Jahr 2017, mit einer weiteren Ausbaustufe um 4.000m² Ende 2018), neue Lagerstandorte in Hamburg (4.900 m², 2017 eröffnet), Clarksville, Tennessee und Chicago, Illinois (beide jeweils 14.000 m², 2017 eröffnet), Ljubljana (25.000 m², Eröffnung 2019), und Hongkong (3.000 m², Eröffnung im Winter 2018).